Zwei Reißverschlüsse, zwei ganz verschiedene Auftritte: vorn läuft einer schräg über die gemusterte Fläche, hinten liegt einer waagerecht und kaum sichtbar auf einfarbigem Kunstleder. Die Musterseite dieser Mélanie-Paris-Tasche setzt sich aus senfgelbem Tweed mit hellen Fäden, einem braun-orangen Melange-Stück und einem gewebten Rautenband in Ecru und Dunkelbraun zusammen.
Getragen wird sie an zwei kurzen Henkeln, die an breiten Ringen in Gunmetal sitzen. Der lange Riemen lässt sich in der Länge verstellen und an beiden Karabinern komplett aushängen.
Über die Front dieser Tasche läuft keine einzige waagerechte Linie. Die Naht, an der die Gewebe auf das Kunstleder treffen, verläuft schräg von rechts oben zur Mitte hinunter, und der Reißverschluss folgt ihr auf ganzer Länge. Deshalb wirkt die Fläche geordnet, obwohl drei verschiedene Stoffe darauf liegen. Die Schräge hält das ganze Patchwork zusammen, statt es in Flicken zerfallen zu lassen.
Den größten Anteil hat der senfgelbe Tweed: helle Fäden bilden darin ein regelmäßiges Raster und hellen die Farbe auf. Ein zweites Gewebe, braun mit orangefarbenen Fäden und schwarzen Punkten, schneidet ihn von unten links an. Das dritte steht senkrecht am rechten Rand, ein gewebtes Band aus Rauten und Zickzack in Ecru, Dunkelbraun und Rostrot. Boden, Seitenteile und Rückseite bleiben einfarbig kamelbraun.
Das vordere Fach lässt sich öffnen, ohne die Tasche abzusetzen. Der flache, längliche Zipper in Gunmetal greift sich mit zwei Fingern, und dahinter finden Fahrkarte oder Telefon Platz. Hinten sitzt ein zweiter Reißverschluss waagerecht auf dem einfarbigen Kunstleder und fällt kaum auf. Zwei getrennte Außenfächer am selben Korpus bedeuten, dass das Hauptfach unterwegs seltener aufgezogen werden muss. Wer sich zuerst nach der Form und danach nach dem Muster richtet, sollte sich nachsehen, welche Formen es sonst noch gibt.
| Muster | Senfgelber Tweed mit hellen Fäden, Melange in Braun und Orange, gewebtes Rautenband am rechten Rand |
|---|---|
| Grundmaterial | Einfarbiges Kunstleder in Kamelbraun |
| Öffnen | Schräger Reißverschluss vorn, waagerechter Reißverschluss hinten |
| Tragen | Zwei kurze Henkel an breiten Ringen, längenverstellbarer Riemen zum Aushängen |
| Metallteile | Ringe, Karabiner und Zipper in Gunmetal |
Der Riemen ist hier Zubehör und kein fester Bestandteil. Nehmen Sie ihn an den beiden Karabinern ab, bleibt eine klassische Handtasche für den Arm. Setzen Sie ihn wieder ein und stellen Sie die Länge passend, wandert das Gewicht auf die Hüfte, was im vollen Bus den Unterschied macht. Für kurze Wege genügen die Henkel, für lange Strecken der Riemen. Wie viel Leinen und Kunstleder sonst noch zusammenkommen, zeigen die Modelle aus Leinen und Kunstleder derselben Reihe.
Kein einziges Teil an dieser Tasche glänzt golden. Dunkles Grau tritt neben den warmen Tönen zurück, während eine glänzende Goldfarbe die Aufmerksamkeit auf die Ringe statt auf das Gewebe gezogen hätte. Auch die beiden geknoteten Kunstlederbändchen an den Seiten bleiben kamelbraun und werden nicht metallisch abgesetzt.
Ausschlaggebend ist weniger das Senfgelb als der kamelbraune Grundton, der den größeren Teil der Fläche ausmacht. Er verträgt sich mit Dunkelblau, mit Oliv, mit jedem wärmeren Braun. Erst das Rautenband stellt eine Bedingung: Neben einem zweiten Muster wird es unruhig, weil beide um dieselbe Aufmerksamkeit konkurrieren. Ein Strick in Ecru oder eine schwarze Hose lassen dem Rautenband den nötigen Platz auf der Fläche.