Ein entzündetes Ohrloch erkennen, richtig pflegen und wissen, wann zum Arzt.
Mode Tendance eine Reise zur trendigen Mode! Kostenloser Versand ab 69€ Einkaufswert in Deutschland!
Deutsch
Eine Rötung, die größer wird, ein pochender Schmerz, manchmal Sekret: ein entzündetes Ohrloch kommt häufig vor, vor allem in den Wochen nach dem Stechen. Beruhigend ist, dass eine leichte Entzündung schnell zu erkennen ist und sich oft mit einfachen Schritten beruhigt. Entscheidend ist, eine echte Entzündung von einer bloßen Reizung zu unterscheiden und den Moment zu kennen, in dem ärztlicher Rat nötig wird.
Ein entzündetes Ohrloch zeigt vier Zeichen, die sich verschlimmern statt abzuklingen: eine Rötung über den Stichkanal hinaus, eine warme Schwellung, pochender Schmerz und ein dickes, gelbes oder grünliches Sekret. In den ersten Tagen sind leichte Rötung und etwas klare Lymphe normal. Wärme und gelber Eiter zeigen eine Infektion, und genau diesen Übergang von normaler Heilung zur Entzündung gilt es früh zu lesen.
Eine Reizung bleibt örtlich, ohne Eiter und ohne Hitze, und entsteht meist durch Reibung, minderwertigen Schmuck oder zu häufiges Reinigen. Eine Entzündung schreitet fort: die Stelle wird von Tag zu Tag röter, schmerzhafter und wärmer, und ein trübes Sekret tritt aus. Eine helle, trocknende Kruste ist harmlos, ein farbiges, riechendes Sekret nicht.
Eine Entzündung am gut durchbluteten Ohrläppchen heilt meist schneller. Eine Entzündung am Knorpel (Helix, Conch) ist ernster: Knorpel wird schlecht durchblutet, heilt langsam und kann in eine Perichondritis übergehen, eine tiefe Infektion, die rasch ärztlich abgeklärt werden sollte. Wo welche Stelle liegt, zeigt unser Ratgeber zu Ohrpiercing-Arten.
Bei einem leicht entzündeten Ohrloch geht es darum, schonend zu reinigen und das Sekret abfließen zu lassen. Den Ohrstecker niemals selbst entfernen: das Loch würde sich schließen und die Infektion einschließen, was einen Abszess bilden kann. Den Schmuck also drinlassen, Hände waschen und sanft reinigen.
Drinlassen, außer der Arzt rät anderes. Der Stecker hält den Kanal offen, damit der Eiter abfließen kann; ein zu frühes Entfernen schließt die Infektion ein. Muss der Schmuck gewechselt werden, warte bis zum Abschluss der Heilung oder hole fachlichen Rat ein und wähle dann ein gut verträgliches Material.
Die Basispflege ist einfach. Zweimal täglich mit Kochsalzlösung spülen, ohne den Schmuck zu drehen, und mit steriler Kompresse abtupfen. Alkohol, Wasserstoffperoxid und fettende Salben meiden, da sie die Heilung verzögern. Eine warme Kompresse lindert den Schmerz. Eine antiseptische Salbe nur nach Empfehlung. Die volle Routine steht in unserem Beitrag zum Reinigen des Ohrlochs während der Heilung.
Eine leichte Entzündung des Ohrläppchens klingt bei konsequenter Reinigung oft in wenigen Tagen ab. Am Knorpel dauert es länger, und ohne Besserung nach zwei bis drei Tagen oder bei Verschlimmerung ist ärztlicher Rat nötig. Die vollständige Abheilung des Stichkanals selbst braucht je nach Stelle Wochen bis Monate.
Manche Zeichen verlangen rasche Hilfe. Fieber gehört sofort in ärztliche Hände, ebenso rote Streifen, die sich ausbreiten. Geh auch zum Arzt, wenn der Schmerz stark wird, viel Eiter austritt, der Knorpel betroffen ist oder sich nach zwei bis drei Tagen nichts bessert. Antibiotika nur auf ärztliche Verordnung, nie in Eigenregie.
Vorbeugung beginnt bei Ort und Material des Stechens. Ein professioneller Piercer, steriles Besteck und hypoallergener Schmuck senken das Risiko deutlich. Chirurgenstahl 316L und Titan geben sehr wenig Nickel ab, den Hauptauslöser von Reaktionen, im Sinne der europäischen Norm EN 1811. Das Piercing nicht mit schmutzigen Händen berühren, nicht darauf schlafen und nicht mit Kosmetik überladen. Für einen sicheren Ersatzschmuck siehe unseren hypoallergenen Ohrschmuck aus Edelstahl.
Lass den Schmuck drin, wasch die Hände und reinige das Ohrloch zweimal täglich mit steriler Kochsalzlösung und frischer Kompresse. Meide Alkohol, Wasserstoffperoxid und Salben, die die Heilung verzögern. Eine warme Kompresse lindert den Schmerz. Bessert sich in zwei bis drei Tagen nichts, geh zum Arzt oder in die Apotheke.
Nein, nicht in Eigenregie. Der Ohrring hält den Kanal offen, damit das Sekret abfließen kann; ein zu frühes Entfernen schließt die Infektion ein und kann einen Abszess bilden. Lass ihn an Ort und Stelle, reinige darum herum und wechsle ihn erst nach Rücksprache oder nach abgeschlossener Heilung.
Wichtiger als jede Salbe ist die Reinigung mit Kochsalzlösung. Eine antiseptische Salbe oder ein Gel kann ergänzend helfen, sollte aber nach Empfehlung von Apotheke oder Arzt gewählt werden. Fettende oder antibiotische Salben gehören nicht in Eigenregie auf das Ohr, da sie die Heilung stören oder Resistenzen fördern können.
Eine leichte Entzündung am Läppchen beruhigt sich bei guter Pflege oft in wenigen Tagen. Am Knorpel dauert es deutlich länger. Bessert sich nichts nach zwei bis drei Tagen, kommt Fieber hinzu oder breitet sich die Rötung aus, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, statt weiter abzuwarten.
Mode Tendance, Redaktion für Schmuck und Accessoires. Veröffentlicht am 26. Juni 2026. Dieser Artikel ist informativ und ersetzt keine ärztliche Beratung. Quellen: NHS (Infected piercings); europäische Norm EN 1811 zur Nickelabgabe.