Die Anleitung, um die Uhrenbatterie zu Hause selbst zu wechseln, ohne das Gehäuse zu beschädigen.
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Ja, bei den meisten Quarzuhren lässt sich die Batterie mit wenig Werkzeug und in etwa zehn Minuten selbst wechseln. Fast alle Quarzuhren haben einen abnehmbaren Boden, eine genormte Knopfzelle und ein leicht zugängliches Batteriefach. Diese Anleitung führt Schritt für Schritt durch den Wechsel, vom passenden Werkzeug bis zur Dichtigkeitsprüfung, damit Gehäuse und Uhrwerk unversehrt bleiben.
In den meisten Fällen ja: Eine gängige Quarzuhr lässt sich ohne Fachwissen öffnen. Das Uhrwerk ist einfach aufgebaut, die Batterie ist eine handelsübliche Knopfzelle, und nach dem Wechsel ist nichts einzustellen. Die meisten Quarzuhren lassen sich selbst öffnen. Ausnahmen sind Taucheruhren, verschraubte wasserdichte Gehäuse und wertvolle Stücke, bei denen ein Fachmann die Dichtung und die Garantie besser schützt.
Für den Batteriewechsel genügt wenig Werkzeug, meist in einem günstigen Uhrmacher-Set enthalten. Sorgen Sie für eine saubere, gut beleuchtete Fläche und legen Sie die Uhr mit dem Zifferblatt nach unten auf ein weiches Tuch.
Ein Magnet-Schraubendreher ist zu vermeiden, weil er das Uhrwerk stören kann. Arbeiten Sie ruhig und mit gutem Licht, dann gelingt jeder Schritt sicher. Wer häufiger eine Uhrenbatterie wechseln will, ist mit einem kompletten Set aus Gehäuseöffner, Hebel und Pinzetten am besten bedient.
Wie Sie das Gehäuse öffnen, hängt vom Bodentyp ab, und das ist der heikelste Schritt. Drehen Sie die Uhr auf einem Tuch um und prüfen Sie den Boden: glatt und eingepresst, ringsum gekerbt oder mit kleinen Schrauben. Jeder Typ hat seinen eigenen Griff.
Der Druckboden ist eingepresst und an einer kleinen Kerbe am Rand zu erkennen. Ein Druckboden löst sich mit dem Gehäusemesser: die Klinge in die Kerbe schieben und vorsichtig hebeln, bis der Deckel abspringt. Immer von den Fingern weg hebeln.
Der Schraubboden hat gleichmäßige Kerben rundherum. Er wird mit einem Gehäuseöffner gelöst, den man auf zwei oder drei Kerben ansetzt und gegen den Uhrzeigersinn dreht. Eine griffige Gummikugel löst einen nur leicht sitzenden Boden manchmal auch ohne Werkzeug.
Manche Modelle haben einen Boden mit drei oder vier kleinen Schrauben. Lösen Sie diese mit einem passenden Präzisionsschraubendreher, ohne Kraft, und legen Sie sie getrennt ab, denn sie sind winzig. Danach hebt sich der Boden mühelos ab.
Nach dem Öffnen sehen Sie die Knopfzelle, meist von einer Metalllasche oder einem Clip gehalten. Der Aufdruck auf der alten Zelle ist der sicherste Weg zur richtigen Ersatzbatterie. Lesen Sie den Code auf der alten Batterie, etwa SR626SW oder CR2032, bevor Sie sie entnehmen. Uhrenbatterien sind genormte Knopfzellen (Norm IEC 60086-3): jeder Code steht für einen festen Durchmesser, eine Höhe und eine Spannung. Setzen Sie die neue Zelle gleich herum ein, Pluspol sichtbar, und drücken Sie die Haltelasche zurück. Berühren Sie die neue Batterie möglichst nur am Rand, damit kein Fett auf die Kontakte kommt. Die gängigen Codes SR626SW, 377 oder CR2032 sind im Fachhandel leicht erhältlich, und der Aufdruck nennt jeweils die passende Spannung von meist 1,55 Volt.
Die alte Knopfzelle gehört nicht in den Hausmüll, sondern in die Batteriesammlung. Alte Knopfzellen kommen in die Sammelbox im Handel oder am Wertstoffhof, denn sie enthalten Metalle, die recycelt werden. Kleben Sie die Pole vor der Abgabe ab, wenn Sie mehrere Zellen sammeln.
Prüfen Sie zuerst, ob die Batterie das richtige Modell ist, richtig herum sitzt und die Haltelasche den Kontakt berührt. Eine lange gelagerte Zelle kann bereits leer sein. Manchmal muss der Sekundenzeiger einige Sekunden anlaufen. Bleibt die Uhr stehen, kann das Uhrwerk eine Fachprüfung brauchen.
Beim Juwelier oder Uhrmacher kostet der Wechsel meist zwischen fünf und fünfzehn Euro, je nach Gehäuse und Dichtigkeitsprüfung. Selbst gemacht zahlen Sie nur die Batterie, oft ein bis drei Euro. Bei wasserdichten oder wertvollen Uhren ist der Fachservice das Geld wert.
Eine Quarzuhr-Batterie hält im Schnitt zwei bis fünf Jahre, je nach Modell und Stromverbrauch des Uhrwerks. Einfache Uhren mit drei Zeigern laufen länger als Modelle mit Zusatzfunktionen wie Chronograph oder Beleuchtung. Springt der Sekundenzeiger in Mehrsekundenschritten, ist die Batterie oft am Ende.
Am sichersten lesen Sie die Bezeichnung auf der alten Batterie ab, zum Beispiel SR626SW, 377 oder CR2032. Dieser genormte Code nennt Durchmesser, Höhe und Spannung. Ist er unleserlich, bestimmt ein Händler die Zelle anhand des Uhrenmodells oder durch Messen der alten Zelle.
Die Hauptrisiken sind Kratzer am Gehäuse beim Hebeln und das Berühren der Räder mit einem Metallwerkzeug. Auf einem Tuch, mit unmagnetischer Pinzette und ohne Kraft gelingt der Wechsel schadlos. Der zweite Punkt ist die Dichtigkeit, die nach jedem Öffnen zu prüfen ist.
Ja, eine Quarzuhr startet nach dem Wechsel bei null oder einer beliebigen Zeit. Ziehen Sie die Krone heraus, stellen Sie Zeit und Datum ein und drücken Sie sie zurück. Bei Uhren mit Datum drehen Sie die Zeiger bis zum richtigen Tag statt die Schnellkorrektur nachts zu nutzen.
Ein sehr fest sitzender oder verschraubter Boden braucht das passende Werkzeug und einen sicheren Halt der Uhr. Ohne Gehäuseöffner droht Abrutschen und ein Kratzer. Gelingt das Öffnen nicht sauber, ist der Gang zum Uhrmacher die bessere Wahl.
Mode Tendance, Redaktion für Schmuck und Accessoires. Veröffentlicht am 17. Juli 2026. Quellen: Norm IEC 60086-3 für Knopfzellen in der Uhrentechnik; Vergleichstabellen für Uhrenbatterien (SR626SW / 377, CR2032).