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Bevor man Edelstahlschmuck kauft, lohnt ein nüchterner Blick auf das Material selbst. Häuser wie CHRIST führen ganze Kollektionen, und das hat technische Gründe: Zusammensetzung, Härte und Korrosionsverhalten machen den Unterschied. Dieser Ratgeber geht der Reihe nach vor: zuerst die Eigenschaften, dann die Vorteile im Alltag, anschließend ehrlich die Nachteile, und zum Schluss die richtige Pflege. So lässt sich sachlich entscheiden, ob das Material zu den eigenen Ansprüchen passt.
Schmuckstahl enthält viel Chrom. An der Luft bildet sich daraus eine dünne, selbstheilende Oxidschicht, die das Metall vor Rost und Anlaufen schützt. Hinzu kommt eine hohe Härte: Die Oberfläche verkratzt deutlich langsamer als bei weichen Edelmetallen. Und durch die sehr geringe Nickelabgabe gilt das Material als hautfreundlich, weshalb es auch in der Medizintechnik verwendet wird.
Dusche, Schwimmbad, Schweiß beim Sport: Das Metall bleibt unbeeindruckt und muss nicht abgelegt werden. Wo einfacher Modeschmuck binnen Wochen stumpf wird, behält es seinen Glanz.
Bei gleicher Optik kostet ein Stück nur einen Bruchteil von massivem Silber oder einer Vergoldung, und es übersteht vernünftig getragen leicht zehn Jahre. Sogar viele Trauringe entstehen heute daraus, weil sie Beruf und Alltag klaglos mitmachen.
Empfindliche Haut verträgt es in der Regel sehr gut. Optisch reicht die Bandbreite von glänzendem Silber über warmes Gold bis zu mattem Schwarz und Bicolor, passend zu Uhr, Strass oder Perlen.
Kein Material ist perfekt. Die Ringgröße lässt sich wegen der Härte kaum nachträglich anpassen, man sollte also gleich richtig wählen. Es ist kein Edelmetall und hat daher keinen Wiederverkaufswert wie Gold. Die Auswahl an echten Edelsteinfassungen ist kleiner als in der Feinjuwelierkunst, und das Metall wirkt etwas schwerer als Aluminium. Für modischen Alltagsschmuck fallen diese Punkte kaum ins Gewicht, für ein Erbstück aber schon.
| Kriterium | Edelstahl | Silber 925 | Vergoldung |
|---|---|---|---|
| Empfindliche Haut | Sehr gut | Gut | Schwankend |
| Wasser | Ausgezeichnet | Läuft an der Luft an | Nutzt sich ab |
| Pflegeaufwand | Minimal | Regelmäßig polieren | Vorsichtig behandeln |
| Wert | Kein Edelmetall | Edelmetall | Dünne Goldschicht |
Der Aufwand ist gering. Ein weiches Tuch, lauwarmes Wasser und etwas milde Seife genügen, danach gut abtrocknen. Für die Glieder einer Kette hilft eine weiche Bürste, ohne zu verkratzen. Aggressive Mittel und Parfum gibt man nicht direkt auf eine vergoldete Oberfläche. Wer Silber, Gold oder Bicolor sucht, findet in unserer Kollektion aus Edelstahlschmuck sowohl Minimalismus als auch ausdrucksstarke Stücke.
Die Ringgröße lässt sich kaum anpassen, es gibt keinen Edelmetallwert und weniger gefasste Edelsteine als bei Feinschmuck. Für modischen Alltag sind das kleine Einschränkungen.
Für den täglichen Gebrauch sehr gut: hautfreundlich, wasserfest und langlebig. Wer Größenanpassung oder seltene Edelsteine braucht, greift eher zu Edelmetall.
Für die meisten Menschen ja. Die sehr geringe Nickelabgabe macht das Material gut verträglich, weshalb es sogar medizinisch genutzt wird. Bei bekannter Nickelallergie achtet man auf entsprechend deklarierte Stücke.
Nein. Die Chromoxidschicht verhindert beides, auch bei wiederholtem Wasserkontakt. Ein fettiger Film mindert höchstens kurz den Glanz und lässt sich abwischen.
Ja, ohne Bedenken. Wasser und Seife schaden nicht. Nur aggressive Produkte hält man von vergoldeten Oberflächen fern und trocknet das Stück danach ab.